Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

23

Nein, wir wollen das Stroh von unſerm Stroh⸗ ſack auf den Boden legen und es ein bischen naß machen, damit es nicht flammt. . . denn ſonſt könnte es das Häuschen verbrennen . . . Aber es wird ſehr rauchen, wenn Du es mit einem Zündhölzchen an⸗ zündeſt . . . dann kommſt Du zurück und legſt Dich neben mich auf die Gurte unſeres Bettes wir drücken unſere Kinder feſt in unſere Arme, die un⸗ glücklichen Geſchöpfe! .. . und während wir ſie um⸗ faßt halten, wird der Rauch uns Alle ſehr ſchnell erſticken; der liebe Gott wird Erbarmen mit uns haben, denn er weiß, wir haben immer ehrlich gelebt, haben Niemand. ein Leid oder Schaden zuge⸗ ügt.

Madeleine, begann Claude wieder, den die ſchreckliche Geiſtesverirrung ſeiner Frau anſteckte. Du willſt es? Du willſt es?

Dieſe letzten Worte entriſſen mich der thatloſen Angſt, in welche das angehörte Geſpräch mich ver⸗ ſetzte. Ich ſtieß raſch die Thüre auf und trat in das Stübchen.

Claude ſprang in einer Art von Schwindel auf mich zu und ſagte in unheimlichem, beinahe vrohen⸗ dem Tone zu mir:

Wer ſind Sie? Was führt Sie hierher?

Mein Herr, antwortete ich ſehr bewegt,ich wollte . . .

Claude unterbrach mich und rief wie ein Wahn⸗ ſinniger:

Sie wollen wiſſen, wer ich bin, wie ich heiße, nicht wahr? . . .

Mein Herr