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lich hinzu. — „Du hörſt ſie,“ mein armer Mann, Du hörſt ſie,“ ſagte Madeleine.
„Um Gottes Barmherzigkeit, was ſoll ich thun? Soll ich denn ſtehlen? O wenn es Nacht wäre!“
„Claude, Du machſt mir Angſt.“
„Nein . . ich würde betteln gehen . . . Aber am hellen Tag . . . Ich wage es nicht.“
„Betteln! Iſt das eine Hilfe, wenn man fünf Perfonen zu ernähren hat . Ach, Claude,“ fügte die Unglückliche in herzzerreißendem Tone hinzu, „in den acht Jahren, die wir verheirathet ſind, haben wir mehr als einmal dieſe Worte gehört: Mamao, ich habe Hunger. Da ſieh nur unſere Kinder an; ſind ſie nicht ganz mager und ſchwächlich?. .. Wenn ſie jemals groß werden, ſo werden ſie nicht einmal Kraft genug haben, um ihr Brod zu verdienen . . . Ihre Schwäche, ihr Elend wird ſie vielleicht zum Böſen treiben . . Unſere kleine Juſtine verſpricht hübſch zu werden; ſie wird es vielleicht machen, wie ſo viele andere arme Mädchen. Noch einmal, entſchließe Dich, Claude, mach dem ganzen Jammer durch eine raſche That ein Ende! . . . Es iſt ſo ſchnell ge⸗ ſchehen! . . .“
„Ha ha ha, ein Ende machen!“ rief der Unglück⸗ liche mit einem Gelächter, das mich mit Entſetzen erfüllte. „Sollen wir uns etwa hängen? Iſt nicht ſelbſt der Tod zu theuer für uns? Ein Maß Koh⸗ len koſtet acht Sous. Das geht nicht.“
„Höre, mein guter Flaude, wenn Du wollteſt... Siehſt Du . . . Wenn Du nur wollteſt .. Es wären keine Kohlen nöthig . . .“
„Keine Kohlen . . .“


