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„Nein, gewiß nicht: wir haben ſchon genug da⸗ von wir haben ſchon mehr als zu viel.“
„Bah! ... das wird immerhin ein Stündchen wegnehmen,“ erklärte Herr Morand. „Der Wein iſt angeſtochen, man muß ihn trinken ... Fahr fort, meine Nichte.“
II.
Heloiſe begann, während ihre Tante leiſe vor ſich hinbrummte, das Feuilleton von Clemence Hervé weiter zu leſen:
Claude Erard.
Vorgeſtern kam ich durch die Rue de Bienfaiſance, eine Localität, die gewöhnlich von den ärmſten Leu⸗ ten des Faubourg du Roule bewohnt iſt. Da be⸗ gegnete ich einem kleinen Mädchen von ungefähr fünf Jahren, bleich, mager, ſchmächtig; ſie war kaum gekleidet, ihre Lumpen ließen ihre armſeligen, ſchwäch⸗ lichen Glieder durchblicken; ſie ging barfuß und hatte eine zerbrochene Taſſe in der Hand; ſie lief ſe ſchnell und vergoß bittere Thränen.
„Warum weinſt Du denn, mein Kind?“ ſagte ich zu ihr.
„Mama iſt ſehr krank,“ antwortete mir das kleine Mädchen ſchluchzend. „Papa glaubt, ſie werde ſter⸗ ben, und ich ſoll jetzt für einen Sou Branntwein bei dem Krämer holen.“
Ich kannte die Zähigkeit des unſeligen Vorur⸗ theils, das unter der Bevölkerung verbreitet iſt,
Sue, der Teufel als Arzt. Um 5 2


