Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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nämlich daß den Spirituoſen gewiſſe Heilkräfte in⸗ wohnen ſollen; ich rieth alſo dem Kind ſeinen Ein⸗ kauf nicht zu machen, und verſprach dagegen ſeiner Mutter ein⸗kräftiges Getränke zu verſchaffen. Ich bat die Kleine mich in ihre Wohnung zu führen. Sie verſtand ſich dazu, obſchon ſie ſich über mein Verlangen ſehr wunderte. In wenigen Augenblicken tommen wir in ein Gäßchen, das an der Ecke des Hauſes Nr. 17 liegt. Ueber dem Eingang dieſes Gäßchens ſieht man einen großen Anſchlag, der die Worte enthält: Zu verkaufen, Demolitionen und Zimmerholz.

Das Kind ging in dem ſchmalen Gang voraus; derſelbe führte zu einem andern Gang, der mit Stei⸗ nen und Abraum von einem alten Hauſe verſchüttet war, das früher am Ende dieſer Art von Hof ge⸗ ſtanden, welcher durch einen verfallenen Bretterver⸗ ſchlag vom unbewohnten Grunde getrennt war. Das Dachwerk iſt an mehreren Orten durchlöchert und

droht einzubrechen; es bedeckt kaum einen mit Bal⸗

ken ausgefüllten Schuppen und ein Dachſtübchen in

der Breite des Giebels; in dieſes gelangt man mit⸗ telſt einer Müllerleiter hinauf. Nichts vermag die Lraurigkeit und Hede dieſer vereinſamten Ruinen zu veranſchaulichen, wo ein düſteres Schweigen herrſcht.

Dieſe gänzliche Abgelegenheit erklärte mir ſpäter die

ſchreckliche Verlaſſenheit, worin ich die Familie von Claude Erard traf. Es gibt eine gewiſſe Stufe von Elend und Entblößtheit, zu welcher die Unglücklichen ſelten herabſinken, wenw ſie Nachbarn haben. Die Armen helfen einander, ſo bedürftig ſie auch ſelbſt

ſind; die traditionelle Schlechtigkeit des Menſchen iſt