Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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Dir denn meine Frau vor, daß Du uns zur Laſt falleſt? Wahrhaftig, Du begreiſſt ſelbſt die einfach⸗ ſten Worte nicht, und dennoch hat Deine Erziehung uns große Summen gekoſtet. Das muß ich ſagen,

dieſes Geld haben wir hübſch angelegt, ohne von

der liebenswürdigen Art und Weiſe zu ſprechen, wo⸗ mit Du uns Deinen Dank für alle unſere Wohltha⸗ ten zu erkennen gibſt.

Das alſo iſt unſere Belohnung, Mädchen? eiferte Frau Morand.Nachdem wir ſo viel für Dich aus⸗ gegeben haben, wie wenn Du unſere eigene Tochter

wäreſt!

Sie täuſchen ſich über meine Geſinnungen, Tante, bemerkte Helviſe ſchüchtern.Ich werde nie vergeſſen, daß ich ſeit dem Tode meiner Eltern das Brod, das ich gegeſſen, die Kleider, die ich ge⸗ tragen, die Erziehung, die ich empfangen, Ihnen verdankt habe. Ich wiederhole Ihnen daher auch, daß ich mit Begierde die Gelegenheit ergreifen werde, die mich in den Stand ſetzt Sie wegen meiner Zu⸗ kunft nicht mehr zu beunruhigen, und Ihre große Güte, die ich ſtets in dankbarer Erinnerung behalten werde, nicht länger zu mißbrauchen.

Wenn es ſo iſt, ſo wird Alles aufs Beſte gehen, und ich rechne auf Dein Verſprechen, verſetzte Herr Morand, indem er ſich die Zähne ausſtocherte.Ich werde noch heute zu Freund Mouſſard gehen und ihn auffordern, daß er ſeinen Herrn warm halten und ihm ſagen ſoll, Du werdeſt ihn mit der größten Freude heirathen.

Man könnte ihm ſogar, fügte Frau Morand in macchiavelliſchem Tone hinzu,zu verſtehen geben,