Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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mögens, hat bei der Schließung des Muſeums Ihre Nichte Heloiſe im Sculpturenſaal geſehen Wo Du, beiläufig geſagt, liebe Richte, wie ein Delgötze vor einer koloſſalen Frauenſtatue ſtehen bliebſt, die eine Art phrygiſcher Mütze auf dem Kopf hatte, in der Hand eine Trompete hielt und im Buch als die Marſeillaiſe bezeichnet war; wahrlich ein hübſcher Vorwurf für eine Statue, fügte Frau Morand mit Achſelzucken hinzu.Ich mußte Dich am Arm ſchütteln, um Dich aus dieſer lächerlichen Betrachtung herauszureißen. Du ſahſt aus, wie wenn Du ganz blödſinnig wäreſt. Wir wollen nur hoffen, daß jener Herr Dich nicht in dieſem höchſt unvor⸗ theilhaften Augenblick geſehen hat.

Wahrſcheinlich nicht, verſetzte Herr Morand; denn dieſer brave Mann (ich ſpreche nur Herrn Mouſſard nach) hat ein ſolches Wohlgefallen an Heloiſe gefunden, daß er ſich bereit erklärte ſie 3

heirathen, obſchon ſie keinen Sou beſitze. Sie ſehen, lieber Onkel, es handelt ſich um eine bloße Vermuthung.

Ei, biſt Du denn ganz vernagelt? Kann dieſe Vermuthung nicht auch in Erfüllung gehen? Nimm Dich doch zuſammen, und wenn dieſer Herr die Güte hätte um Dich anzuhalten, kreiſchte Madame Morand fort,ſo würdeſt Du doch hoffentlich nicht ſo einfältig oder ſo egoiſtiſch ſein eine ſolche Partie auszu⸗ ſchlagen?

Beruhigen Sie ſich, liebe Tante, ich werde Alles thun, was in meinen Kräften ſteht, um Ihnen nicht länger zur Laſt zu fallén.

Das iſt jetzt wieder etwas Anderes. Wirft 3