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Das ſchöne junge Mädchen vollzog die ver⸗ ſchiedenen, mehr oder weniger ſclaviſchen Verrichtun⸗ gen, die man ihr anbefahl. Aber ſie that dies ſo zu ſagen beinahe mechaniſch, obwohl ohne allen Wider⸗ willen; ihr Geiſt ſchien in andern Regionen zu ver⸗ weilen. Nachdem ſie das Glas ihres Onkels ſorg⸗ fältig geſpült und die nothwendigen Anſtalten zur Kaffeebereitung getroffen hatte, ſetzte ſie ſich wieder an den Tiſch und legte ſchweigend ihre Serviette zu⸗ ſammen. Dieſe Ausſichten auf eine Hochzeit ohne Ausſteuer, die Herrn und Frau Morand ſo unend⸗ lich zuſagten, ſchienen nicht den mindeſten Eindruck auf ſie zu machen. Die Tante ſah ſie verwundert an und ſagte:
„Nun, Du antworteſt uns nicht?“
„Auf was antworte ich nicht, liebe Tante?“
„Ei wie doch! auf die Heirathspläne, von denen wir ſo eben geſprochen haben.“
„Es ſind ja hloße Pläne; es iſt ja noch gar nichts Poſitives vorhanden . . .“
„Was verſtehſt Du unter poſitiv?“ verſetzte Herr Morand ungehalten; „Du gibſt immer Antworten, die weder Hand noch Fuß haben. Es iſt allerdings nicht Jedermann gegeben Geiſt zu beſitzen; aber wahrhaftig, mein armes Mädchen, Du zeigſt manch⸗ mal eine Einfalt, die nahe an Albernheit grenzt!. .. Findeſt Du denn nichts Poſitives in der Erklärung Mouſſards, die ich Dir jetzt wiederholen will, weil Du einen ſo verdammt harten Kopf haſt? Alſo Mouſſard hat zu uns geſagt: Einer meiner Freunde, ein Mann von einem gewiſſen Alter und ſehr gut conſervirt, dabei im Beſit eines recht bbſchen Ver⸗


