„Man muß allerdings niemals verzweifeln,“ ant⸗ wortete der Doctor Max traurig. „Aber ohne die Beſorgniſſe Ihrer Frau Mutter gänzlich zu theilen, muß ich Ihnen doch erklären, daß mir die Zukunft für Sie beide beunruhigend erſcheint.“
„Beunruhigend. es iſt ſchrecklich, daß man
es ſagen muß!“ verſetzte Frau Gabert. „Mein
armes Kind ſucht mich und ſich ſelbſt zu täuſchen aus Mitleid mit mir, die ich all dieſes Unheil ver⸗ ſchuldet habe.“
„Dich zu täuſchen, Mutter! laß uns ein wenig überlegen Laß ſehen, was für Hilfsmittel bleiben uns noch? Das Silbergeſchirr und einiges Geſchmeide, das Du beſitzeſt; dann die Geſchenke, die mir dieſer Mann anbot . ich nahm ſie nicht an, aber Du haſt ſie behalten . Nehmen wir an, wir verkaufen das Alles und realiſiren eine Summe von ſieben bis achttauſend Franken iſt das zu viel? Setzen wir fünftauſend Franken .viertauſend . . . wenn Du willſt. Dieſe Be⸗ rechnung hat nichts Uebertriebenes, im Gegen⸗
„Nun wohl, armes Kind! . und hernach?“
„Genügt das nicht, liebe Mutter, um uns auf lange Zeit jeder Sorge für die Zukunft zu enthe⸗ ben?“
„Wie? Dieſe viertauſend Franken? Ach, liebes Kind .
„Laß uns berechnen, Mama: der Miethzins für dieſes Haus iſt auf ein Jahr vorausbezahlt, alſo kommt auf dieſes Jahr ſchon eine Ausgabe weni⸗ ger. Mit Kleidern und Weißzeug ſind wir ſo ver⸗
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