Teil eines Werkes 
4. Band (1858) Schluß
Entstehung
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nicht als ob ſie den Tod des Elenden beklagt hätte, der ſie in Verzweiflung geſtürzt, ſondern weil ſie nicht ohne Schauder der ſchrecklichen Zukunft ent⸗ gegenſehen konnte, welche dieſer Vermögensverluſt für ihre Henriette bereitete.

Dieſe ſaß ruhig, feſt, voll Vertrauen in ihre kindliche Liebe, mit verdoppelter Zärtlichkeit gegen ihre Mutter neben ihr, und bemühte ſich ſie durch ihre Blicke, ſowie durch den heitern Ausdruck ihrer Phyſiognomie zu beruhigen.

Der Doctor ſeinerſeits ſtand, die Hände hinter ſeinem Rücken gekreuzt, am Kamin und beobachtete aufmerkſam die Wittwe und ihre Tochter, während er zu ihnen ſagte:

„Ja, meine Damen, der Zufall hat mich nach Wunſch bedient. Vor drei Tagen riß mir beinahe vor Ihrem Hauſe ein Strang an meinem Geſpann, und während mein Kutſcher den kleinen Unfall wie⸗ der gut machte, ſtieg ich aus. Da Ihre Hausthüre offen geblieben war, ſo hörte ich jetzt einen ſtarken Lärm und eine Stimme, es war die Ihrige, mein Fräulein, die um Hilfe rief. Ich eilte herzu und war ſo glücklich Ihrer in Ohnmacht gefallenen Frau Mutter die erſte Hilfe zu bringen, und ſpäter con⸗ ſtatirte ich, daß Ihr ganz und gar keiner Klage würdiger Stiefvater in Folge eines Schädelbruches ſtarb. Endlich, Madame, vernahm ich, daß Sie den Namen eines meiner ehrenwertheſten Collegen, des verſtorbenen Herrn Doctors Dumesnil getragen hatten, und daß das Fräulein ſeine Tochter war. Dieſer Umſtand erhöhte natürlich die ehrerbietige Theilnahme, welche Sie mir einflößten, als ich die⸗