140 Herrn Gaberts Exmitſchuldiger ſtößt den neuen Ankömmling heftig auf die Seite, erreicht die Thüre und ſtürzt ſich in die Avenue hinaus, wo er mit⸗ ten in der Finſterniß verſchwindet.
„Wer Sie auch ſein mögen, kommen Sie meiner Mutter zu Hilfe .. ſie ſtirbt!“ ruft Henriette ſchluchzend und außer Stands ihre gänzlich in Ohn⸗ macht gefallene Mutter noch länger zu halten.
Sie lehnt dieſelbe nach beſten Kräften an die Wand, während die Perſon, an die ſie ſich gewendet hat, in mitfühlendem innigem Ton ihr antwortet:
„Beruhigen Sie ſich, mein Fräulein ich werde Ihrer Mutter beiſtehen können . ich bin Arzt ich heiße Doctor Max.“
XXVII.
Drei Tage nach dieſem Abend, in deſſen Verlauf Herr Stanislas Gabert von ſeinem Freund Fre⸗ mion einen tödtlichen Schlag auf den Schädel empfangen hatte, woran er bald nach der unvor⸗ hergeſehenen Ankunft des Doctors Mar ſtarb, ohne ein Wort hervorgebracht zu haben, unterhielt ſich der Doctor mit Henriette Dumesnil und ihrer Mut⸗ ter, als ſie alle Drei in dem beſcheidenen Salon . Hauſes in der Avenue des Termes beiſammen aßen.
Die Wittwe des Herrn Stanislas Gabert, der am Abend zuvor begraben worden, trug aus Con⸗ venienzrückſichten Trauer; ihre ſehr entſtellten Züge zeugten von einem beinahe verzweifelten Kummer,


