Teil eines Werkes 
4. Band (1858) Schluß
Entstehung
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Erwiderung liebe.

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erfreute ſie mit einfältigen und veralteten Galan⸗ terien, welche ſie aber neu und geiſtreich finden mußte; er ſang ihr ſeine verliebteſten Romanzen vor und accompagnirte ſie mit ſchmachtenden oder glühen⸗ den Blicken, welche den Zunder der Unruhe in das Herz der armen Creatur warfen, die allerdings ein Weib von gemeinem Geſchmack war, da ſie ſich von den äußeren Vortheilen dieſes Zierbengels lenden ließ; aber ſie fand nun einmal Wohlgefal⸗ len an ihm.

Wenn ſie daher an die ſtets ernſthafte, würde⸗ volle, höfliche, aber zuweilen ſtrenge Sprache des verſtorbenen Doctors, an ſeine herben, durch das Studium gebleichten Züge dachte und damit das rothe, jugendliche Geſicht des Herrn Stanislas ver⸗

glich, deſſen unverſiegbare Schwatzhaftigkeit in Späſ⸗

ſen, kriechenden Schmeicheleien und Galanterien überſtrömte, die von discreten Seufzern unterbro⸗ chen wurden, ſo fiel der Vergleich ſehr zum Vor⸗ theil des Romanzenſängers aus.

Frau Dumesnil war zu einfach und zu beſchei⸗ den, um in Herrn Gaberts Categorien in Betreff der jungen Faueibirwer und der gemach⸗ ten Frauen, welche letztere er ſo hoch über die erſteren ſtellte, Anſpielungen auf ſich ſelbſt ſ er⸗ blicken; gleichwohl ließ ſie ſich unwillkür⸗ lich zu unbeſtimmten Hoffnungen hinreißen denen ſie aber bald wieder Zügel und Gebiß anlegte, weil ſie ſich, ſogar in ihren eigenen Augen, ſchrecklich lächerlich zu machen fürchtete, wenn ſie geſtände, daß ſie Herrn Stanislas mit einiger Hofinung auf