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die Neigung der Perſon, um die man werbe, ken⸗ nen zu lernen und zu würdigen geſtatten. — Hier⸗ auf kam die obligate Parallele zwiſchen kopfloſen, leichtfertigen, aller Lebenspraxis ermangelnden jungen Mädchen und zwiſchen Frauen, die zu ihrer Reife, zur Majeſtät des Alters gelangt ſeien, und deren Er⸗ fahrung, Geſeztheit und ernſte Zuneigung einem Manne, der ſich nicht mit verführeriſchen aber trü⸗ geriſchen Illuſionen abgebe, alle wünſchbaren Bürg⸗ ſchaften des Glückes darbieten.
Kurz und gut, Gabert, der durch die Hoffnun auf eine reiche Heirath überreizt wurde und in ſeinem gewöhnlich ziemlich beſchränkten Verſtand Mittel der Schlauheit fand, worüber er ſich ſelbſt verwunderte, ſtellte die Frage über die Altersver⸗ ſchiedenheit wie folgt. Nach ſeinem Syſtem theilte ſich das ſchöne Geſchlecht in zwei Categorien.
Die jungen Frauenzimmer von achtzehn bis dreißig Jahren; die gemachten Frauen von drei⸗ ßig bis fünfzig.
Nun nahm dieſer Gauner keinen Anſtand zu er⸗ klären, daß er die gemachte Frau nicht bloß im Hinblick auf die Solidität und Reife ihres Charak⸗ ters in jeder Beziehung den jungen Frauenzimmern vorziehe, ſondern daß dieſelbe auch oft durch ihre impoſante Schönheit die muthwillige Hübſchheit ſol⸗ cher jungen Püppchen gänzlich in Schatten ſtelle.
Was die Männer betraf (wir halten fortwäh⸗ rend die Claſſification des Herrn Gabert feſt, der ſich, da er noch nicht dreißig Jahre zählte, liberal ſechsunddreißig beilegte, um ein Mißverhältniß des Alters zu veringern, worüber die Wittwe ſich hätte


