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eſſen, die ſich auf die Vormundſchaft bezogen, täg⸗ lich erſchien und förmlich der Herr vom Hauſe wurde, wo er regelmäßig ein Gedecke vorfand: ge⸗ gen die Dienerſchaft, namentlich gegen eine alte Magd Namens Angelique, zeigte er ſich freundlich; gegen Henriette väterlich gütig; bei der Wittwe war er zärtlich, kokett und blendete ſie durch Aufzählung der vornehmen Leute, die er beſuchte; er kam zu Bankiers und Wechſelagenten; er erzählte von den Feſten und Bällen, zu denen er geladen wurde.
„Aber,“ ſagte er ſeufzend und mit einem beſchei⸗ den leidenſchaftlichen Augenwurf auf die arme Frau Dumesnil, „er ſtand allein in dieſer glänzenden Ge⸗ ſellſchaft, ohne ein Herz, das die Schläge des ſeini⸗ gen erwiderte, ohne eine Seele, die mit der ſeini⸗ gen verſchwiſtert war,“ und andern ſentimentalen Blödſinn aus der faden Poeſie der Romanzen, die er zu girren pflegte.
Er habe, fügte er hinzu, immer eine entſchie⸗ dene Neigung zur Ehe gehabt; aber er ſei arm, er lebe von ſeinem geringen Gehalt, und in die⸗ ſem eiſernen Jahrhundert verhärte ber Egoismus die Herzen dermaßen, daß ein rechtſchaffener und braver junger Mann ohne einen Sou in der Taſche mit Verachtung von dieſen ſchönen Fräulein angeſehen werde, die lediglich auf ein ihrer eigenen Mitgift ent⸗ ſprechendes Vermögen ausgehen. Im Uebrigen würde Herr Gabert, wenn er ſich je verheirathete, ſeine Huldigung einer Wittwe zugewendet haben, weil in dieſem Fall die Convenienz es nicht ver⸗ hindere als Vorſpiel zu der Ehe freundſchaftliche Be⸗ ziehungen zu unterhalten, welche den Charakter und
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