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ſeinem Schneider oder Schuhmacher mit Beſchlag belegt war, denn Herr Gabert war ein großer Freund von eleganten Kleidern, er liebte eine gute Tafel, das Theater, das Spiel, die Weiber, mit andern Worten ein verſchwenderiſches und aus⸗ ſchweifendes Leben; er hatte, wie er ſagte, glückliche Liebesabenteuer gehabt; trotz ihrer Alltäglichkeit kitzelten ſie ſeine Eitelkeit über die Maßen, und nun glaubte er ſich mittelſt ſeines Laſtträgerhalſes, ſeines dichten Backenbarts, ſeiner rothen Farbe, ſeiner Träller und Schwänke vollkommen un⸗ widerſtehlich. Da er zahlreiche grobe Gelüſte hatte, da er in ſeinem Benehmen weder Regel noch Maß kannte, ſo vegetirte er in einer beſtändigen Genirtheit, die ſtark an Elend gränzte: ſein Ge⸗ werbe als Commis ſchien ihm tief unter ſeinen Verdienſten zu ſtehen, und der Herr fand es un⸗ erträglich um neun Uhr aus den Federn zu müſſen, um auf ſein Bureau zu gehen, wenn er Morgens um vier Uhr von dieſen ſchönen Geſellſchaften zurück⸗ gekommen war, deren Zierde er bildete.
Dieſer ſcham⸗ und ſittenloſe, tief geſunkene Wüſtling, der mit ſchlechten Inſtincten aller Art behaftet war und ſeine Geckenhaftigkeit bis zur blödſinnigſten Vermeſſenheit trieb, war dabei ſchlau und zäh und beſaß eine gaunerhafte Verſtellungs⸗ kunſt, die ſehr gefährlich war. Als er daher die Doctorswittwe erblickte, die ſich über ihr Zuſammen⸗ treffen mit dieſem lieben Herrn Stanislas ſo ſehr zu freuen ſchien, da durchblitzte ihn eine plötzliche
dee, die ſich in ſeinem Kopf bald folgendermaßen formulirte:


