Teil eines Werkes 
4. Band (1858) Schluß
Entstehung
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rolle, die ſein Vetter angenommen hatte, mit ge⸗

rechter Strenge und würde ihm, wenn er nicht ein gewiſſes Mitleid empfunden hätte, ſeine Thüre ver⸗ ſchloſſen haben; da indeß die Beſuche des Schma⸗ rozers ziemlich ſelten waren, ſo begnügte ſich der Doctor ihm durch einen eiskalten Empfang zu ver⸗ ſtehen zu geben, daß er ganz und gar nicht will⸗ kommen ſei, wenn er ſich zufällig einmal bei ſeinem hochgelahrten Vetter, wie Herr Stanislas Gabert ſagte, zum Mittageſſen einlud. Herr Gabert be⸗ zahlte übrigens ſeine Zeche mit ſeiner gewöhnlichen Münze, Romanzen und komiſchen Liedchen, aber erſt wenn der Doctor ſich nach ſeiner Gewohnheit Schlag acht Uhr in ſein Zimmer zurückgezogen hatte; ſeine Frau, welche die Vergnügungen des Theaters entbehren mußte, betrachtete die Abende, wo Herrn Gaberts Talente ihre Einſamkeit erhei⸗ terten und entzückten, als wahre Feſte. Sie lachte bis zu Thränen über ſeine Liedchen, wenn er den Engländer nachmachte oder die alte Portiere ſang; aber am allerliebſten hörte ſie ihn mit ſchmachten⸗ dem Ton ſeine Romanzen girren, wobei er die Augen verdrehte und Stellungen eines ſiegreichen Troubadours annahm, worin ſeine ganze Gecken⸗ haftigkeit an den Tag kam. Henriette, die mit ihrer Mutter dieſen Poſſenſpielen anwohnte, begriff die plumpen Späſſe nicht und gähnte bei Herrn Gaberts Romanzen. Dieſer Burſche war kaum dreißig Jahre alt und hatte ein fades Milchgeſicht, eingerahmt von einem bicken ſchwarzen Backenbart; dabei hatte er eine gute Farbe, weiße Zähne, rothe Ohren und breite Schuktern. Er war beſtändig