Teil eines Werkes 
4. Band (1858) Schluß
Entstehung
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nes, der ſeine Ausgaben ſtets innerhalb der ver⸗ nünftigen Schranken zu halten gewußt hatte.

Nachdem dieß vorausgeſchickt worden, wird man leicht begreifen, daß Frau Dumesnil nicht abſolut eine untröſtliche Wittwe war; nichtsdeſtoweniger beklagte ſie in der Vortrefflichkeit ihres Herzens während der erſten Zeiten ihrer Wittwenſchaft ihren Mann mit aufrichtiger Pietät, da ſie mehr ein in⸗ ſtinctmäßiges Bewußtſein, als eine auf klarer Ueber⸗ legung beruhende Einſicht von dem hohen morali⸗ ſchen Werth des dahingeſchiedenen Mannes hatte. Sie widmete ihm alſo nachträglich eine ehrliche Huldigung und geſtand ſich, daß er, ſo unbeugſam er ſich in Bezug auf nutzloſe Verſchwendung und Verſchleuderung gezeigt habe, dennoch immer den Wünſchen ſeiner Frau und ſeiner Tochter entgegen⸗ gekommen ſei, ſobald ſie vernünftig geweſen. Sie geſtand ſich ferner, daß ſie ihrem Manne niemals ein verletzendes Benehmen vorzuwerfen gehabt, ſondern daß er ſie ſtets aufs Rückſichtsvollſte be⸗ handelt habe; kurz ſie ſah ein, daß ſeine Willens⸗ meinungen, worin er ſich unerſchütterlich gezeigt, ſtets auf den Grundſäßen biederer Rechtſchaffenheit geruht und ſich gewöhnlich in äußerſt wohlwollen⸗ den Ausdrücken geltend gemacht hatten.

Während die Wittwe auf ſolche Art das An⸗ denken des Verſtorbenen ehrte, ſah ſie gleichwohl bald durch ihren Trauerflor hindurch eine Exiſtenz, die von ihrer bisherigen, fünfzehn Jahre lang durchgemachten, gänzlich verſchieden war. Ihr per⸗ ſönliches Vermögen belief ſich nebſt der Hinterlaſſen⸗ ſchaft des Doctors auf ungefähr hundertſechzigtau⸗