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men losmachen,“ ſagt Valentine, „man rollte ſie ſorgfältig auf und brachte ſie. ..“
„In eine Dachkammer!“ ruft die Herzogin Witwe mit Entrüſtung, indem ſie auf die jungen Leute, welche ſtillſchweigend und verlegen da ſtehen, ihre vor Zorn funkelnden, großen grauen Augen heftet. Tan⸗ ered wagt es, ihr zu erwiedern:
„Mein Vater hat die Leinwand des Portraits in eine Stube bringen laſſen, welche zum Aufbewahren der Meubles dient.“
„Gewiß! das iſt höchſt einfach: in die Geräth⸗ kammer das Andenken an die Ahnen!“ verſetzt die Großmutter mit einem Ausbruche bitteren Zornes, „in die Geräthkammer die Erinnerungen an Ruhm und altes Ritterthum!“
„Gute Großmama,“ bemerkt Valentine ſchüch⸗ tern, „dieſes Portrait war ſo groß, daß man es nicht konnte.. .“
„Ja, ja,“ ruft die Herzogin Witwe mit verdop⸗ pelter Bitterkeit, „ja, ſelbſt in der Malerei iſt die Größe der Menſchen der alten Zeiten unverträglich mit der Kleinheit der Dinge dieſes abſcheulichen Jahrhunderts! Das iſt augenſcheinlich, das iſt offen⸗ kundig! Ich würde gewiß nicht das Gegentheil be⸗ haupten. Ha! ha! ha!“ fügt die Herzogin in ein höhniſches Gelächter ausbrechend bei, „wie dumm, wie dumm war er doch, dieſer arme Marſchall Tan⸗ cred von Sénancourt, daß er ſein Blut jür ſeinen König vergoß! Denn ſtellt Euch vor, in der Schlacht bei Marignan .. . Doch ich bedenke: ſolltet Ihr zu⸗ fällig wiſſen, daß es eine Schlacht bei Marignan gegeben hat?“
Sue, der Teufel als Arzt. II. 3


