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„Guten Morgen, Großmama,“ ruft Valentine; „wie glücklich ſind wir, Sie in Paris zu ſehen!“ „Wir erwarteten ungeduldig die Stunde des Auf⸗ ſtehens meiner Großmutter,“ fügt Tanecred bei, der ehrerbietig die Redeform der dritten Perſon, ſich an ſeine Großmutter wendend, gebraucht. „Meine Großmutter fühlt hoffentlich nichts mehr von den Strapazen der Reiſe?“ Die Herzogin Witwe umarmt zärtlich eines nach dem andern die jungen Leute und ſagt zu ihnen: „Ich danke, meine Kinder; meine Nacht iſt nicht zu ſchlecht geweſen.“ Sodann Tanered und Valen⸗ tine mit liebevollem Intereſſe betrachtend: „Ihr habt gehalten, was Ihr verſprachet: Valentine iſt reizend,
und Du biſt der hübſcheſte Junge der Welt gewor⸗
den, mein lieber Tancred. Doch ſage, Tancred, wo iſt mein Tizian?“
„Meine Großmutter meint ohne Zweifel das
Portrait des Marſchalls Tanered von Sénan⸗ court?“ „Ja... Wo iſt denn dieſes Bild?“ „Großmama,“ antwortet Valentine, „dieſes Por⸗ trait des Marſchalls zu Pferde hatte eine ſolche Di⸗ menſivn, daß es, als wir das Hotel der Rue de Grenelle verließen, um dieſes Haus zu bewohnen, unmöglich
war, das genannte Bild, beim kleinen Raume der
Zimmer, hier unterzubringen.“ „Man hat es verſucht, dem Gemälde einen Platz in einem dieſer Salons zu geben,“ fügt Tancred bei;
„doch der Rahmen berührte einerſeits den Boden und
andererſeits den Plafond.“
„Da ließ mein Vater die Leinwand vom Rah⸗


