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die Hand ſeiner Schweſter zu bitten, und ihn erſu⸗ chen, dieſer Bitte auch die Einwilligung unſerer Eltern zu verſchaffen.“
„Ein vortrefflicher Gedanke!“ rief Valentine. Dann fügte ſie bei: „Ah! Tancred, welch ein gro⸗ ßer Tag für uns iſt dieſer Tag!“
Das Mädchen hatte eben dieſe letzten Worte ge⸗ ſprochen, als die Frau Herzogin Witwe von Sénan⸗ cvurt bei ihren beiden Enkeln eintrat.
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Die Frau Herzogin Witwe von Sénancourt war, wie ſie es ſelbſt ſagte: eine Frau der alten Zeiten. Der Herrſchaft beklagenswerther, unheilbarer Vor⸗ urtheile unterworfen, beſaß ſie indeſſen hohe Eigen⸗ ſchaften, welche häufig den Perſonen ihrer ariſtokra⸗ tiſchen Kaſte gemein ſind eine außerordentliche Frei⸗ gebigkeit, eine bis zur Aengſtlichkeit getriebene Selbſt⸗ würde, den Cultus der Ahnen, die beſtändige Sorge für die Ehre der Familie und die religiöſe Hoch⸗ achtung, die man ſeinem Namen ſchuldig iſt; ein oft übertriebenes, unvernünftiges Gefühl in Beziehung auf die Urſachen, wenn nicht der Schande, doch der Geſunkenheit, wodurch der Glanz vom Wappen eines Edelmanns getrübt ſein kann, das aber wenigſtens aus einem unbeugſamen Charakterſtolze, der ſichern Schutzwache gegen die Gemeinheiten, die Niederträch⸗ tigkeiten und die ſchändlichen Abtrünnigkeiten, ent⸗ ſpringt.
Ueber achtundſiebzig Jahre alt, iſt die Herz gin Witwe von Sénancourt noch ſchlank und rüſtig


