Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1855)
Entstehung
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fallen: den, meinen Antrag vor Ihren Eltern voll⸗ kommen geheim zu halten; ich wünſchte lebhaft, daß ſie ihn nur durch mich erfahren würden, ſollten Sie einwilligen; wenn nicht, ſo möchte ich ihnen gern die Nothwendigkeit, mir durch eine Weigerung zu antworten, erſparen. Ich habe Herrn Louis Mo⸗ rel verſprochen, zu überlegen und das Geheimniß zu bewahren; abgeſehen von Dir, habe ich mein Wort gehalten, und ich nehme Dich zum Zeugen, fügt Volentine treuherzig bei,ja, ich nehme Dich zum Zeugen, Du haſt errathen, ehe ich Dir etwas ſagte.

Das beſchwöre ich vor dem Himmel und vor den Menſchen! erwiedert lächelnd der junge Mann. Doch was iſt der Erfolg Deiner Reflexionen?

Du fühlſt, wie ſchwer es war, ganz allein einen ſolchen Entſchluß zu faſſen.

Allerdings.

Ich habe auch damit angefangen, daß ich mich alles Lobes erinnerte, das mein Vater täglich vor uns Herrn Louis Morel ſpendet, und, Gott weiß! ich hatte nur unter meinen Erinnerungen zu wählen.

Und dennoch, liebe Schweſter, während er Herrn Morel ſo würdig ſchätzt, als er es thun muß, kann er dieſen verdammten Herrn Coquard nicht entbeh⸗ ren. Sein Ruf ſoll durchaus nicht rein ſein; zwan⸗ zigmal war ich auf dem Punkte, dieſen Gegenſtand bei meinem Vater in Angriff zu nehmen; doch die Furcht, ihn in ſeinem Vorurtheile für ſeinen Herrn Coquard zu verletzen, hat mich immer zurückgehalten.

Ah! der abſcheuliche Menſch! ebenſo gemein, ais frech vertraulich! Ich hege gegen Niemand Ver⸗ achtung, doch dieſer Herr flößt mir einen unüber⸗