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„Sie, die ſo muthig .. ſie, die es während der Revolution, während der Schreckensregierung gewagt hat, nicht zu emigriren!“
„Oh! welchen Muth mußte man haben, um den Ge fahren dieſer entſetzlichen Zeiten zu trotzen!“
„Glücklicher Weiſe werden dieſe Zeiten nicht wie⸗ derkehren; was es Gutes, Nützliches bei der Revo⸗ lution gehabt hat, bleibt Jedermann im Allgemeinen erworben .. .“ Lächelnd fügte der junge Mann bei: „Dir, liebes Schweſterchen, insbeſondere.“
„Warum mir?“
„Gewiß,“ erwiederte Tancred aufs Neue lächelnd; „Du biſt der Revolution viel Dank ſchuldig. Vor der Revolution wäre Herr Louis Morel trotz ſeines Verdienſtes, ſeines Geiſtes, ſeines edlen Charakters, der ſeltenen Eigenſchaften ſeines Herzens und der Annehmlichkeiten ſeines Aeußeren nicht zu einer Ver⸗ traulichkeit mit dem Het Herzog von Sénancourt gelangt.
„Ah! böſ er Bruder!“ ſagte Valentine lächelnd und erröthend, während Tancred fortfuhr:
„Vor der Revolution würde ſich Fräulein von Senancourt, eine junge Dame von einer der höchſten Familien Frankreichs . . . einen Herrn Louis Morel bemerkend unwürdig zu erniedrigen geglaubt haben.“
„Tancred! Tanered!“
„Vor der Revolution würde der Sohn von Herrn von Senancourt für einen Narren gegolten haben, wäre es ihm eingefallen, die Schweſter von einem ... Herrn Louis Morel zu heirathen.“
„Was ſagſt Du?“ ruft Valentine mit dem Aus⸗ drucke eines tiefen Erſtaunens. „Sollte es wahr ſein?“


