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„Das Hotel gehörte aber dem Herrn Herzog?“
„Ganz richtig! doch deſſen ungeachtet wollte ſeine Mutter (ſie beſaß immer den Muth einer Löwin! 5 eine noch ganz junge Witwe zur Zeit der erſten Re⸗ volution, nicht emigriren und trotzte allen Gefahren, um vor dem Sequeſter dieſes Hotel und ihre Güter im Anjou, im Berri und im Dauphiné zu ſchützen. Ja, die Frau Herzogin iſt dreimal vor das Revolutionstribunal geſtellt worden, und drei⸗ mal haben ihr ihre Geiſtesgegenwart, ihre Entſchloſ⸗ ſenheit und die guten Gründe, die ſie anzuführen wußte, Freiſprechung von den gegen ſie erhobenen peinlichen Anklagen erwirkt. Ich Fußte Alles das, ich wußte, wie ſehr dieſes Hotel ihren Erinnerungen theuer war; ich hätte auch gern hundert Fuß unter der Erde ſein mögen, als ich der Frau Herzogin mittheilen mußte, das Hotel ſei abgeriſſen, und auf ſeiner Stelle habe man eine neue Straße durchge⸗ führt.“
„In der That, mein lieber Dupont, Sie mußten in großer Verlegenheit ſein.“
„Endlich nehme ich mein Herz in beide Hände und ſage zur Frau Herzogin: „„Meine Pathe...““ (ich bin ihr Täufling, und ich nenne die Frau Her⸗ zogin bei den großen Veranlaſſungen meine Pathe),“ fügte der gute Menſch mit einem naiven, vertrau⸗ lichen Tone bei. „Madame unterbrach mich auch ſogleich und brummte gegen Brigitte: „„Gut! er nennt mich ſeine Pathe, er wird eine Dummheit gemacht haben!““
„Ha! ha! ha!“ rief lachend die Kammerfrau, „dieſer gute Dupont!“


