Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1855)
Entstehung
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deren erſter Kammerdiener er iſt), angekommen, be⸗ trachtet er ſeit einigen Augenblicken die moderne Eleganz der Wohnung, und er ſagt, den Kopf ſchüt⸗ telnd, zu ſich ſelbſt:

Dieſer Salon iſt möglichſt hübſch! es iſt eine Bonbonniore, doch das riecht nach Flitterkram! Ah! welch ein Unterſchied gegen die ungeheuren Zimmer unſeres alten Schloſſes Sénancourt mit dem antiken Täfelwerk von geſchnitztem Eichenholz, mit den hoch⸗ ſchäftigen Tapeten, die großen Schlachten von Ale⸗ rander oder mythologiſche Gegenſtände vorſtellend! Wahrhaftig, dieſes reizende Häuschen, das der Herr Herzog kürzlich gemiethet hat, würde bequem in Sénancourt in n alten Saale der Wachen, mit ſeinen vier Kaminen, tanzen. In der That, ohne Uebertreibung, ich würde viel geräumiger im Herde von einem dieſer zehn Fuß hohen Kamine wohnen, als in dem Zimmer, wo ich heute Nacht geſchlafen, da ſie in Paris die Güte haben, dies ein Zimmer zu nennen! fügte Dupont mit einer ſpöttiſchen Miene bei:Ich erſtickte. . . Die Luft muß hier äußerſt koſtſpielig ſein, daß man ſo ſparſam damit iſt!

Der Monolog von Dupont wird durch den Ein⸗ tritt von Frau Boyer, der Beſchließerin vom Hauſe des Herzogs, unterbrochen. Ungefähr fünfzig Jahre alt, iſt Frau Boyer ſehr beleibt; ihre Zungenfertig⸗ keit, ihre Pariſer Dreiſtigkeit und die Lebhaftigkeit ihrer Geberden bieten einen piquanten Contraſt mit

der harmloſen, ruhigen Gemüthlichkeit des aie

Kammerdieners.