Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1855)
Entstehung
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de Grenelle verkauft hatte, ein modernes, reizendes Haus im Quartier der Champs⸗Elyſées. Wir wer⸗ den den Leſer in den Hauptſalon von dieſem Ge⸗ bäude, einen Salon von äußerſter Coquetterie ein⸗ führen. Das Getäfel iſt weiß, erhöht durch vergol⸗ detes Simswerk; die hellgrünen Damaſtvorhänge, die Gegenvorhänge von Guipure, verziert mit Vo⸗ lans von engliſchen Spitzen und Bandknoten; große Vaſen von chineſiſchem Porzellan als Jardinières dienend und ganz mit Blumen gefüllt; Fauteuils und Canapés von vergoldetem Holz; Meubles von Boule endlich vervollſtändigen die Ausſtattung. Meh⸗ rere am Täfelwerk hängende Familienportraits in ovalen Rahmen ſtellen hohe Officiere, Kirchenfürſten, Frauen von Hofe und Aebtiſſinnen vor, Perſonen nur dem ſiebzehnten und achtzehnten Jahrhundert angehörend, obgleich der Glanz des Hauſes Sénan⸗ court zur Zeit der Kreuzzüge zurückgeht.

Dieſem engen Salon mit ſeinem niedrigen Pla⸗ fond und ſeiner modernen Eleganz gebricht es an Umfang, an Majeſtät. Es ſcheint dies auch die Schätzung eines Greiſes mit weißen Haaren und gutmüthigem, naivem Geſichte zu ſein. Er heißt Dupont und iſt vertrauter Kammerdiener der Frau Herzogin Mutter, wie man in der Familie die Mutter von Herrn von Sénancourt nennt, um ſie von ihrer Schwiegertochter der Herzogin zu unter⸗ ſcheiden.

Dupont iſt einer von jenen Typen der häuslichen Ergebenheit und Treue, welche in unſeren Tagen ſelten geworden ſind. Am Abend vorher mit ſeiner Gebieterin (der Herzogin Witwe von Sénancourt,