Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1855)
Entstehung
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2 * wohnte im Winter ſein prächtiges ererbtes Hotel, das in der Rue de Grenelle⸗Saint⸗Germain lag.

Die Mutter des Herzogs, die Frau Herzogin Witwe von Sénancourt, brachte Anfangs regelmäßig 3 jedes Jahr ein paar Monate in Paris bei ihrem Sohne zu; ſo wie ſie aber im Alter vorrückte, wur⸗ den ihre Reiſen immer ſeltener, und ungefähr zwölf Jahre vor dieſer Erzählung verließ ſie das Schloß Sénancourt und die ihr Witthum bildenden großen Beſitzungen nicht mehr.

Einer müßigen Exiſtenz müde, legte ſich Herr von Sénancourt nach und nach auf die Induſtrie, wie man heut zu Tage ſagt. Ein wackerer Mann in allen Dingen, ein Mann von einer ängſtlichen Redlichkeit, war er bieder und wohlwollend, ſein Geiſt aber war ziemlich beſchränkt in ſeinem Umfange. Fromm, ſanft, untadelhaft, doch ohne eine Ini⸗ tiative, mit einem Wort ohne Charakter, hatte Frau von Sénancourt keinen andern Willen, als den ihres Gatten; ſie liebte ihn, ſowie ihre zwei Kinder, welche die lebhafte Zuneigung, die ſie ihrem Vater und ihrer Mutter einflößten, wohl verdienten. Tancred, ihr Sohn, war damals zweiundzwanzig Jahre alt, Valentine zählte ſiebzehn. Dieſe Familie lebte glück⸗ lich, friedlich, in zärtlichem Vereine. Dieſes Glück, dieſe Ruhe wurden geſtört, wie es die Folge unſerer Erzählung darthun wird.

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Der Herr Herzog von Sénancourt bewohnte, nachdem er kurze Zeit vorher ſein Haus in der Rue