Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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Alſo ſind Sie, mein Herr, und ich vollkommen einverſtanden über dieſen Hauptpunkt: der Menſch muß ſich in den göttlichen Willen ſchicken! verſetzt unem⸗ pfindlich der Doctor Max, der die Hände beſtändig auf dem Rücken gekreuzt hält.Gott ſchlägt Sie nun heute: ich werde mich nicht zwiſchen die Gerechtigkeit Gottes und Sie ſtellen, mein Herr! Er hat ſeine Ab⸗ ſichten, ſie mögen in Erfüllung gehen; will er Sie retten, ſo rette er Sie; was er will, kann er auch. Ich, ich werde Ihnen nicht zur Ader laſſen. He! he! nein, nein, ich werde Ihnen durchaus nicht zur Ader laſſen.

Barmherzigkeit! ruft Herr Verneuil, und wie galvaniſirt durch den Schrecken, richtet er ſich auf und wirft auf den Doctor einen Blick wahnſinniger Angſt; immer kürzer und beklemmter, fängt der Athem an ihm auszugehen; er kann kaum unter pfeifenden Aus⸗ hauchungen die Worte artikuliren:

Teufel ddieſer Arzt 6 iſt Sätan!

Herr Verneuil fällt auf ſein Lager zurück; ſein bleiches Antlitz wird leichenartig.

Mein Herr, ſpricht der Doctor, der fortwährend ſeine Hände hinter ſeinem Rücken gekreuzt hält,vor einem Jahre beklagte ich es bitter, daß ich Ihnen ein⸗ mal das Leben gerettet hatte und keine Macht gegen Sie beſaß, denn Sie ſind ein Ungebeuer der Heuchelei, ein abſcheulicher Böſewicht! Mein Herr, Sie haben mit Galle und grauſamen Verleumdungen eine enge⸗ liſche Gattin gekränkt. Sie haben ſie heute tödten