Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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Kurz vor der Ankunft des Portier von Herrn Verneuil bei deſſen Frau hatte ein Ereigniß ſtattge⸗ funden, das wunderbar, unmöglich ſcheinen dürfte, würden nicht von der Wiſſenſchaft analoge Thatſachen beſtätigt.

Der Doctor Max glaubte, Adele ſei geſtorben. Der Schmerz, den er hierüber empfand, benahm ihm Anfangs ſeine gewöhnliche Kaltblütigkeit; doch bald bedenkend, daß zuweilen ein gewiſſer augenblicklicher Stillſtand des Lebens alle ſcheinbare Symptome des Todes bietet, wollte er noch nicht verzweifeln, und er machte mit feſter Hand einen tiefen Einſchnittan der Sohle von einem der Füße der jungen Frau; ihr Bein bebte faſt unmerklich, offenbarte aber wenigſtens das Gefühl des Schmerzes. Da bei dieſem Beweiſe von Lebensfähigkeit ein Hoffnungsſchimmer in der Seele des Doctors erwachte, ſo wandte er, unterſtützt von Schweſter Florence (Emma war in einem dem Wahn⸗ ſinne nahen Zuſtande) die wirkſamſten Mittel an, um es zu verſuchen, Adele zum Daſein zurückzurufen, als er den Brief von Erneſt Beaumont und die Nachricht vom plötzlichen ſchweren Erkranken von Herrn Verneuil erhielt.

Raſch von einer Idee ergriffen, lächelte der Doctor Mar diesmal, wir müſſen es geſtehen, mit einer hölli⸗ ſchen Miene . . . befahl, ſogleich ſeinen erſten Zögling zu holen, und gab demſelben, da er wußte, daß er auf den Eifer, auf die Kenntniſſe und die Pünktlichkeit des jungen Mannes zählen konnte, die genauſten Inſtruc⸗ tionen in Betreff der Behandlung, deren Gegenſtand

* die Sterbende ſein ſollte, und ließ ſich in größter Eile nach der Wohnung von Herrn Verneuil fahren⸗