Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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Gefühl überwog, ſo murmelte Herr Verneuil, als er ſeine Dienerin erblickte, nur mit keuchender Stimme: Einen Arzt, einen Arzt! Charlotte, welche auf einige Stunden die Köchin entfernt hatte, um ruhig mit ihrem Carabinier ſchmauſen zu können, befand ſich allein zu Hauſe. Sie ging zum Portier hinab und beauftragte ihn, ohne ſich weiter zu erklären, ſchleunigſt einen Arzt zu holen. Der Portier kannte keinen andern, als den Doctor Max, den gewöhnlichen Arzt von Herrn und Madame Verneuil vor ihrer Scheidung. Er begab ſich alſo in Eile, nicht zum Doctor, denn Niemand drang bei ihm ein, ſondern nach ſeinem Conſultationszimmer. Hier verſicherte der erſte Zögling des berühmten Arztes dem Boten, er werde den Doctor Max bei Madame Verneuil treffen, und er fügte bei: Wollen Sie zugleich dieſen Brief dem Herrn Doctor Max übergeben; er iſt ſehr preſſant!

Der Portier übernimmt den Auftrag, bringt dem Doctor Max den Brief, den er erhalten hat, und bittet ihn, auf der Stelle zu Herrn Verneuil zu kommen, der plötzlich ſehr ſchwer erkrankt ſei.

Der an den Doctor adreſſirte Brief war alſo

abgefaßt:

Mein Freund, ich komme ſo eben in Paris an. Ich bin allein wie durch ein Wunder dem Schiffbruche entgangen, bei dem meine ganze Mannſchaft das Leben verloren hat. Ein Traum, eine finſtere Ahnung führten mich nach Frankreich zurück. Erwarten Sie mich um ſechs Uhr. Ich werde Ihnen Alles ſagen. Von Herzen der Ihrige

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Erneſt Beaumont