Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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Der Herr von Lolotte lächelt mit einer eitlen Miene, kneipt ihr in die Wangen und antwortet:

Trage geſchwinde den Brief fort; ich erwarte Dich!

Wie! Sie erwarten mich? wo dies?

Hier

Aber, Herr. . .

Gehe raſch und komm noch raſcher zurück, Liebchen.

Charlotte begriff, länger den Befehlen ihres Herrn widerſtehen, ſei unmöglich; ſie ſagte mit einſchmei⸗ chelndem Tone:

Stellen Sie ſich ans Fenſter, um mich bis an die Brieflade gehen zu ſehen. Sie lieben meine Tour⸗ i eben ſo ſehr, als ich Ihre ſchöne Haltung liebe.

Ein vortrefflicher Gedanke! erwiedert Herr Ver⸗ neuil, indem er das Fenſter ſeines Cabinets öffnet. Geh geſchwinde, Liebchen!

Die Dienerin geht haſtig ab; nach einem Augen⸗ blicke beſinnt ſich aber ihr Herr eines Anderen, folgt ihr raſch nach und erreicht ſie, da ſie ſchon die Hand an den Knopf vom Schloſſe des Speiſezimmers gelegt hat, das an das Vorzimmer anſtößt: Charlotte behält jedoch ihre Geiſtesgegenwart und ruft, die Achſeln zuckend:

Wo Teufels habe ich denn meinen Kopf? Ich irrte mich in der Thüre!

Verrücktes Geſchöpf! ich wollte Dich beauſtragen, dem Portier zu ſagen, er möge antworten, ich ſei i wenn ein Beſuch erſcheine. Beeile