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tert durch die Kunde vom Tode des Mannes, den ſie insgeheim noch liebt, bleibt dieſe Anfangs vor Be⸗ ſtürzung unbeweglich, doch bald wieder zu ſich kom⸗ mend, beeilt ſich Florence, Madame Verneuil beizu⸗ ſtehen, welche leichenbleich, leblos auf ihre Kiſſen zu⸗ rückgefallen iſt. Emma ergreift die eiskalten Hände ihrer Mutter, und da ſie ihre getrübten Augen ſich unter ihren Lidern ſchließen ſieht, bricht ſie in ein Stöhnen der Angſt aus.
Die Thüre öffnet ſich. Der Doctor Max, ſobald er Schweſter Florence und Emma auf das Bett von Ma⸗ dame Verneuil geneigt erblickt und ihr herzzerreißen⸗ des Schluchzen hört, erräth die traurige Wahrheit. Er eilt hinzu und befragt den Puls von Adele. Er ſchlägt nicht mehr!
So bleich als die Sterbende ruft der Doctor Mar mit ſchmerzlichem Tone:
„Einen Spiegel! einen Spiegel!“
In ihre Verzweiflung verſunken, deren Ausbruch die Stimme des Doctors bedeckt, hören ihn Schweſter Florence und Emma nicht. Joſephine, die dem Arzte gefolgt iſt und am längſten ihre Kaltblütigkeit behält, verſchwindet einen Augenblick und bringt dann dem Doctor einen Spiegel; er hält ihn an die blau gewor⸗ denen Lippen von Madame Verneuil . . . Ach! aus ihrem leicht geöffneten Munde kommt kein Hauch mehr hervor. Der Spiegel bleibt glänzend.
„Nichts!“ murmelt der Doctor Max. Und er verbirgt ſein Geſicht in ſeinen Händen und läßt den Spiegel zu ſeinen Füßen fallen.
„Mein Gott!“ ruft Schweſter Florence unter ihrem krampfhaften Schluchzen, „todt!“


