Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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Vergiß das, wie ich es ſelbſt vergeſſen habe, Adele.

Ich errathe nun den Beweggrund Deines Ein⸗ tritts in einen religiöſen Orden.

Ich glaubte, ich werde vor Schmerz ſterben, als ich von den Fenſtern des Gaſthauſes, wo wir, Erneſt und ich, abgeſtiegen waren, ſein Schiff, zu dem er ſich zurückbegeben, unter Segel gehen, ſich entfernen und verſchwinden ſah. Das war bei Sonnenuntergang. Ich blieb einen Theil der Nacht an meinem Fenſter

und ſchaute durch meine Thränen auf das Meer hin⸗

aus. Dann ergriff mich plötzlich eine Art von Schwin⸗ del, ich wurde ohnmächtig, und am Morgen fand mich eine Dienerin auf dem Boden ausgeſtreckt. Sechs Wochen ſchwebte ich zwiſchen Leben und Tod in einem

Zimmer dieſes Gaſthauſes. Ich kannte Niemand im

Havre und war gar ganz verlaſſen.

Arme Florence!

Glücklicher Weiſe wurde ich am Ende meiner Krankheit von einer guten alten barmherzigen Schwe⸗ ſter gepflegt; ſie überhäufte mich mit Beweiſen ihrer Zuneigung: es gründete ſich ein inniges Vertrauen zwiſchen uns. Du weißt, ich verſtelle mich nicht; ich erzählte ihr mein ganzes Leiden; Schweſter Martha, ſo hieß ſie, erwiederte mein Vertrauen durch das ihrige. Sie hatte auch, zur Zeit ihrer Jugend, als ſie noch in der Welt lebte (ſie gehörte zur beſten Ge⸗ ſellſchaft), ſie hatte auch einen großen Herzenskummer erlitten, und zuerſt die Beſänftigung, dann das Ver⸗

geſſen ihrer Leiden in der Religion gefunden. Du kennſt die Lebhaftigkeit, die Beweglichkeit meiner Ein⸗

drücke. Dieſes Leben der Mildherzigkeit, der mhſti⸗