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letzten Gedanken werden für ſie ſein. Sie iſt meine einzige Liebe geweſen, ſie wird meine einzige Liebe bleiben. Noch einmal, Gott befohlen!““ Er drückte mir die Hand, und ſeitdem habe ich ihn . . . nie wie⸗ dergeſehen!“
Die Erzählung von Schweſter Florence war in allen Punkten aufrichtig. Der unwiderſtehliche Ton der Wahrheit durchdringt, überzeugt Madame Ver⸗ neuil; ſie dreht langſam den Kopf gegen ihre Freun⸗ din um, welche mit Glück den unbeſchreiblichen Aus⸗ druck ihrer Züge bemerkt.
„Er iſt abgereiſt und Du haſt ihn nie wieder⸗ geſehen!“ verſetzt Adele. „Doch Deine Liebe?“
„Meine Liebe?“ antwortet Schweſter Florence, deren Augen plötzlich Thränen entſtürzen, „meine Liebe? Ach! ich habe es nicht gewagt, ſie Erneſt zu geſtehen.“
„Arme Frau! Du liebteſt ihn doch leidenſchaftlich. Ich fühlte es an der gehäſſigen Eiferſucht, die Du mir damals einflößteſt.“
„Ja, ich liebte ihn leidenſchaftlich. Kein Beden⸗ ken hätte mich zurückhalten können, doch vor dem ſo rührenden, ſo heiligen Schmerz, den ihm Eure Tren⸗ nung verurſachte, iſt mein Geſtändniß auf meinen Lippen geblieben, weniger noch vielleicht, weil ich die Fruchtloſigkeit dieſes Geſtändniſſes fühlte, als weil es mir unter dieſen traurigen Umſtänden eine Entheili⸗ gung geſchienen hätte.“
„Florence, Dein Herz iſt edel geblieben trotz Dei⸗
ner Fehler. Ach! wie mache ich mir die Härte meines
Empfangs zum Vorwurf, als . ..


