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„Ja, ich bin mit ihm in ſeinem Wagen abge⸗ reiſt, doch er war dergeſtalt niedergeſchlagen, vernich⸗ tet, daß er, als ich ihm den Vorſchlag machte, ihn zu begleiten, und er mir dies geſtattete, nicht das Be⸗ wußtſein ſeiner Worte hatte.“
„Ich ſoll glauben . . .“
„Du ſollſt die Wahrheit glauben. Ich wieder⸗ hole Dir, verwirrt, beinahe wahnſinnig durch die Verzweiflung, hatte Erneſt kein Bewußtſein von ſich ſelbſt am Anfange unſerer Reiſe; ruhiger geworden, ſchien er aus einem Traume zu erwachen, und er war ſo erſtaunt, mich an ſeiner Seite zu ſehen, daß ich die Ereigniſſe des vorhergehenden Tages in ſein Gedächt⸗ niß zurückrufen mußte; da fing er aufs Neue an zu weinen; ſeine Thränen erleichterten ihn, er dankte mir für die Theilnahme, die ich für ihn hege, und ſchrieb ſie meiner Freundſchaft für Euch Beide zu. Brauche ich Dir zu ſagen, in welchen Ausdrücken er von Dir ſprach? . . Du erräthſt es: kein Wort des Vorwurfs iſt aus ſeinem Munde gekommen; er begriff die Noth⸗ wendigkeit des Opfers, das Dir Deine Mutterpflichten auferlegten.“
„Sollte das wahr ſein? armer Erneſt! Mein Gott!“
„Seine Liebe für Dich, ſein herzzerreißender Kum⸗ mer ſind der einzige Gegenſtand unſeres Geſpräches bis nach dem Havre geweſen, wo ſein Schiff, die Adele, vor Anker lag. „„Ich reiſe noch heute Abend ab,“ ſagte er zu mir; „„leben Sie wohl, liebe Ma⸗ dame Hermann: nie werde ich den Beweis von Zunei⸗ gung vergeſſen, den Sie mir gegeben haben. Sehen Sie eines Tages Adele wieder, ſo verſichern Sie ihr, meine


