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„Oh! es iſt gut, Madame, es iſt gut ich hatte Unrecht!“ „Sie ſind ein ſchlimmer Kopf! . . . Holen Sie raſch, was ich von Ihnen verlangt habe.“ „Ei, mein Gott! man geht ſchon,“ erwiedert die Kammerfrau, ungeſtüm abgehend. „Der Charakter dieſer Perſon wird äußerſt wider wärtig, im Grunde iſt es aber ein gutes Geſchöpf,“ ſpricht Madame Verneuil, die Achſeln zuckend; und ſich Emma nähernd, die ſich nach dem Abgange der Kammerfrau wieder gegen ihre Mutter umgedreht hat: „Gedulde Dich ein wenig, lieber Engel, ich werde die Limonade bald bereitet haben . Doch warum wollteſt Du nicht, daß Charlotte dies beſorge?“ „Oh! Mama, wenn Du wüßteſt! Arme Mama!“ ruft Emma; und ſie ſchlingt ihre Arme um den Hals ihrer Mutter, zerfließt in Thränen, ſcheint von er ſchrecklichen Erinnerungen bedrückt, unterbricht ſich und verbirgt ihr Geſicht am Buſen von Madame Verneuil. Immer mehr beunruhigt, iſt dieſe im Be⸗ griffe, ihre Tochter nach der Urſache ihrer Thränen und ihrer tiefen Gemüthsbewegung zu fragen, da meldet Charlotte den Doctor Max.
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Der Doctor Mar iſt ungefähr ſechzig Jahre alt; ſeine große, kahle, wie Elfenbein glänzende Stirne ragt über die Höhle des halb durch dicke ſchwarze Brauen bedeckten Auges vor, und durch den Schatten, den dieſe Brauen werfen, funkelt ſein Blick ein knoch


