Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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licher Miene eintretenden Dienerin wendet ſich das kranke Kind raſch mit einem Ausdrucke ſchmerzlichen Unwillens gegen die Lehne des Canapé um. Dieſe Bewegung entgeht Madame Verneuil. Sie ſagt mit ſanftem Tone zu ihrer Kammerfrau:

Ich mußte zweimal klingeln. Sie wiſſen doch, Charlotte, daß meine Tochter leidend iſt.

Ei! erwiedert mürriſch Charlotte,kann ich überall zugleich ſein?

Füllen Sie dieſe Flaſche mit Limonade und ..

Wie, Madame! es iſt keine halbe Stunde, daß ich Limonade gebracht habe!

Da Sie ſich ſo ungeneigt zeigen, mir zu ge⸗ horchen, ſo holen ſie Zucker und Citronen, verſetzt Madame Verneuil mit unſtörbarer Sanftmuth und Geduld;ich werde den Trank ſelbſt bereiten.

Oh! ja, Mama, bereite die Limonade ſelbſt, das iſt mir lieber! ruft Emma, die das Geſicht beſtändig gegen das Canapé gewendet hält, um die Dienerin nicht zu ſehen, deren Gegenwart ihr peinlich zu ſein ſcheint.

Es ſoll geſchehen, mein Kind, antwortet Adele, erſtaunt über die Bewegung und die Worte ihrer Tochter, und ſie fügt bei:Charlotte, holen Sie mir geſchwinde die Citronen.

Sie ſind ſchön verzogen, Mademviſelle Emma! ſpricht die Dienerin mit bitterer Betonung;Sie haben tüchtige Launen!

Emma iſt leidend, wie Sie ſehen, Charlotte, entgegnet Madame Verneuil mit Güte;ihre unſchul⸗ dige Krankenfantaſie kann Sie durchaus nicht ver⸗ letzen.

Sue, der Teufel als Arzt. I. 2