Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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Emma, wie glühen Deine Hände! Ich bitte, wirf nicht dieſe Decke zurück. Dann ſie wieder auf ihrer Tochter zurecht richtend:Du könnteſt frieren.

Im Gegentheil, Mama, ich habe heiß.

Dieſes Fieber iſt ſo heftig! Armer Engel! ich bitte Dich inſtändig, bleibe bedeckt!

Ja, Mama, da Du es wünſcheſt.

Liebes, liebes Kind, ſpricht Adele, ihre Tochter zärtlich küſſend,immer folgſam und ſanft! Aber ich frage noch einmal, was kann die Urſache Deiner plötzlichen Unpäßlichteit ſein? Geſtern hatte ich Dich geſund und munter zu Bette gebracht. Du haſt alſo eine ſchlechte Nacht gehabt?

Bei dieſer ſchon von ihrer Mutter wiederholten Frage wird Emma unruhig, erröthet, ſchlägt die Au⸗ gen nieder, und antwortet mit unſicherem Tone:

Nein, Mama, ich habe keine ſchlechte Nacht gehabt.

Das iſt unbegreiflich. Du haſt alſo gut ge⸗ ſchlafen?

Ja, das verſichere ich Dir.

Du haſt Dich alſo erſt dieſen Morgen bei Dei⸗ nem Erwachen leidend gefühlt?

Ich weiß es nicht, erwiedert das Kind, deſſen Verlegenheit immer mehr zunimmt,ich erinnere mich nicht.

Du weißt es nicht? Und als ich dieſen Morgen nach meiner Gewohnheit in Dein Zimmer eintrat, mein Engel, fand ich Dich liegend, in Thränen zer⸗ fließend.

Ich litt. Woher kam aber dieſes Leiden? Was verur⸗