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Miss Mary oder Die Erzieherin / von Eugene Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Aber ich klopfte und pochte, um mir die Fänſte zu zerſchlagen, verfluchter Tauber!

Es iſt nicht möglich, Herr, daß Sie ſo ſtark ge⸗ klopft haben, denn ich habe nichts gehört, wenn nicht ein ganz ſchwaches Geräuſch. Ich glaubte, es ſei ein Laden, der ſchlage. Wenn Sie gehörig geklopft hätten, ſo würde ich Ihnen geöffnet haben.

Hat man einen Begriff von einem ſolchen Thier? er macht mir Vorwürfe. Antworte: iſt das Fräulein im Zimmer geblieben?

Wie beliebt?

Ich frage Dich, ob Miß Marh im Salon ſei? rief Herr de la Botardiere mit ſeiner mächtigſten Stimme, hörſt Du mich diesmal?

Sie ſchreien hiefür ſtark genug, Herr; man würde Sie auf eine Meile hören. Ja, dieſes Fräulein iſt mit allen Andern im Salon.

Wie, alle Andere! verſetzte Herr de la Botar⸗ dière erſtaunt.Welche Andere?

Wie beliebt, Herr?

Doch, ohne Ambroiſe zu antworten, trat der Greis haſtig in den Salon, wo er ſich mit Miß Mary allein glaubte, denn, das Geſpräch von Ambroiſe und ſeinem Herrn benützend, hatte ſie die Andern gebeten, ſich hin⸗ ter dem durch den Windſchirm gebildeten Halbzirkel ver⸗

borgen zu halten. Herr de la Botardiére brummte auch

zwiſchen ſeinen Zähnen: Was Teufels ſingt mir der taube Burſche, dieſer Ambrviſe, von ſeinen Andern vor? Bald aber nahm er wieder ſein freundliches Lächeln an, grüßte mit ſeiner galanteſten Miene und ſagte:

Liebe Miß Mary, ich kann Ihnen nun meine Worte erklären . . . Ich hätte Sie weniger lange allein gelaſ⸗ ſen, ohne die Dummheit dieſes ekenden Taubohrs Am⸗ broiſe, der mich eine Stunde eingeſchloſſen gehalten hat.

Die Erzieherin, welche bemerkte, daß Herr de la Botardière ſeinen Molton vom Morgen gegen einen