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ger Tag gekommen iſt, wo ich, würden Sie es glauben, eiferſüchtig geweſen bin, ja, eiferſüchtig auf ſie 4ℳ
In der Secunde, wo Alphonſine dieſe Worte ſprach, warf die Erzieherin einen Blick voll Bangigkeit nach dem Windſchirm, hinter dem ſich Herr von Favrolle ver⸗ borgen hielt, während, ſich nun erinnernd, daß dieſer Fräulein von Morville hatte heirathen ſollen, der Kapi⸗
tän Douglas die Unruhe der Erzieherin theilte.
„Wenn ich dieſe Eiferſucht geſtehe,“ fuhr Alphonſine mit einer rührenden Naivetät fort, „ſo geſchieht es ebenſo ſehe um mich dafür zu beſtrafen, daß ich dieſem abſcheu⸗ ichen Gefühle nachgegeben habe, als um der Redlichkeit von Miß Mary und dem Muthe, den ich aus ihren Lehren geſchöpft, zu huldigen; oh! ohne ſie hätte ich lange an dem gräßlichen Uebel der Eiſerſucht gelitten! aber Miß Mary hatte mir nur ein Wort zu ſagen, und ich habe ihr geglaubt. Wie ſollte ich ihr nicht glauben? Und das iſt noch nicht Alles, Herr Henry, Sie werden erkennen, wie nützlich für mich der Einfluß der kheuren Miß geweſen iſt.“
„»Mein Kind,“ ſagte die Erzieherin, wie der Kapi⸗ tän Douglas immer mehr beunruhigt bei dem Gedan⸗ ken an Herrn von Favrolle, da ſie ſah, welche Wendung das Geſpräch nahm, „wozu reden Sie von der Vergan⸗ genheit 2
„Wozu, liebe Miß Marh?“ verſetzte Alphonſine. „Um ganz laut vor dem, welcher Sie ſo würdig liebt, Alles zu ſagen, was ich Ihnen zu verdanken habe, da⸗ mit er Sie noch mehr liebt Als ich erfuhr, Herr Henry, man habe Miß Mary mir vorgezogen, empfand ich Anfangs ebenſo viel Schmerz als Demüthigung. Doch meine Vernunft, mein Herz, mein Muth beſiegten bald dieſe ſchlimmen Gefühle. Ich fragte, wie ich mich habe empören, ſogar nur wundern können über den Vorzug, den man Miß Mary gewähre. War ſie mir nicht in allen Dingen überlegen, im Wiſſen, im Talent, im Geiſt,
im Liebreiz, in der Schönheit? Ich ſah bald ein,


