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beugte ſich Henry Douglas und küßte ehrerbietig dem Mädchen die Hand.
Alphonſine erröthete, Thränen glänzten in ihren Augen, und ſie ſagte zu Miß Marh:
„Sie haben alſo in Ihren Briefen von mir ge⸗ ſprochen?2“
„Wie ſollte man nicht denjenigen, welche man liebt, alles Glück anvertrauen, das uns begegnet?“ antwortete die Erzieherin zärtlich Alphonſine.
Immer vor den Augen der zuletzt Angekommenen verborgen und ganz ſeiner ſchmerzlichen Aufregung preis⸗ gegeben, fühlte ſich Herr von Favrolle beinahe unwill⸗ kürlich geſchmeichelt von der Ehrfurcht, welche Henry . dieſem Mädchen, das er hätte heirathen ſollen,
ezeigte.
Miß Marh nahm ſodann Gerard bei der Hand, ſtellte ihn dem Kapitän vor und ſagte:
„Herr Gerard von Morville, der Bruder meiner lieben Alphonſine.“
„Wir ſind auch alte Bekannte, obgleich wir uns nie geſehen, mein Herr,“ ſprach Henry mit herzlichem Tone; „Fräulein Lawſon hat mir oft alles Gute ge⸗ ſchrieben, was ſie vom Bruder ihres Zöglings dachte; ich werde mich glücklich ſchätzen, Herr Gerard, wenn Sie mir Ihre Freundſchaft mit eben ſo viel Vergnügen be⸗ willigen, als ich Ihnen die meinige anbiete.“
Nicht minder erſtaunt, als gerührt, da er erfuhr, Miß Mary habe in ihren Briefen mit ſo viel Lob von ihm geſprochen, daß ein Mann vom Alter des Kapitän Douglas ſeine Freundſchaft verlangte, fand er in dieſem Beweiſe liebreicher Werthſchätzung einen ſanften Troſt für den bittern Kummer, den ihm ſeine tolle Liebe für Miß Mary verurſacht hatte. Er ſchaute ſie und Al⸗ phonſine mit einem Blicke an, den Beide verſtanden, und antwortete Douglas:
»Mein Herr, vft ſagte Miß Mary meiner Schweſter und mir, immer belohne uns die Achtung der Menſchen
Miß Marh. 156
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