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Miss Mary oder Die Erzieherin / von Eugene Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
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die Hand drücke, verſetzte herzlich der Kapitän, indem er abermals Herrn von Favrolle die Hand reichte,und daß ich gegen Sie die Dankbarkeit der Familie von Miß Mary und die meinige ausſpreche.

Mein Herr, entgegnete hoffärtig Herr von Favrolle, während er einen Schritt zurückwich, ſtatt das freund⸗ ſchaftliche Entgegenkommen des Bräutigams von Miß Mary zu erwiedern, vehe ich Ihnen die Hand drücke, muß ich Sie von gewiſſen Umſtänden unterrichten, welche auf mein Zuſammentreffen mit Fräulein Lawſon bei unſerer Reiſe von Calais nach Paris gefolgt ſind. Wenn Sie mich angehört haben, werden Sie, wie ich, anerkennen, daß der Ausdruck Ihrer Dankbarkeit mindeſtens vor⸗ eilig iſt.

MWiß Mary vermochte ſich kaum aufrecht zu halten, ſie ſah die Gefahr, die ſie gern um jeden Preis hätte beſchwören mögen, immer mehr wachſen. Sehr erſtaunt über die Antwort von Favrolle, die er noch nicht als eine Beleidigung auslegte, befragte der Kapitän Douglas Miß Mary mit dem Blick, um die Urſache des ſeltſamen Empfangs von Herrn von Favrolle zu errathen, dem er indeſſen mit einer artigen Würde antwortete:

Es wäre mir ſchwer, peinlich ſogar, zu glanben, ich irre mich, wenn ich Ihnen für Ihre Höflichkeit gegen Fräulein Lawſon danke.

Mein Herr, erwiederte Herr von Favrolle, Fräu⸗ lein Lawſon hat Ihnen die Wahrheit geſagt; der Plan einer Verheirathung zwiſchen mir und Fräulein von Morville wurde allerdings feſtgeſtellt; was ſie Ihnen aber nicht geſagt hat, iſt, daß, als ich ſie im Schloſſe Morville wiederfand, die glühende und achtungsvolle Liebe, die ſie mir während unſerer Reiſe von Calais nach Paris eingeflößt, leidenſchaftlicher als je abermals er⸗ wachte. Ich bin auch zu Allem entſchloſſen . . . Hören Sie, mein Herr, ich bin zu Allem entſchloſſen, um Fräu⸗ lein Lawſon zu heirathen.

Nun denn, mein Herr, antwortete der Kapitän