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Miss Mary oder Die Erzieherin / von Eugene Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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bedeutenden Worten, die man nicht vollendet, wenn man höflich ſein will, ohne daß man weiß, was man ſagen ſoll.

Wiß Marh war voll Bangigkeit den Blicken der zwei jungen Leute gefolgt; ſie glaubte durch kühne Of⸗ fenherzigkeit eine Gefahr, deren drohenden Ernſt ſie fühite, beſchwören zu können. Sie faßte daher einen verzweifelten Entſchluß, ging auf Herrn von Favrolle zu und ſagte, indem ſie Henry mit dem Blicke be⸗ zeichnete:

„Mein Herr, ich habe die Ehre, Ihnen meinen Vetter, den Kapitän Douglas, vorzuſtellen. Er war in glücklicheren Zeiten mit mir verlobt worden, und trotz des Unglücks, das meine Familie betroffen, hat er nicht aufgehört, mich zu lieben; er holt mich in Frankreich ab, damit wir in England unſere Verbindung ſchließen und den Segen meines Vaters empfangen können.“

„Wen habe ich die Ehre zu begrüßen?“ ſagte der Kapitän Douglas, die Erzieherin mit dem Blicke be⸗ fragend.

„Herrn von Favrolle,“ antwortete Miß Mary, „den Sohn eines Freundes von Herrn von Morville, deſſen Tochter, meine liebe, würdige Schülerin, er bald heira⸗ then wird.“

„Mein Fräulein,“ verſetzte mit Bitterkeit Herr von Favrolle, bleich vor Aerger und Zorn, „da Sie Ihre Stellung gegen dieſen Herrn ſo klar hervorgehoben ha⸗ ben, ſo glaube ich die meinige nicht minder klar be⸗ zeichnen zu müſſen.“ Dann fügte er ſich an Henrh wen⸗ dend bei: „Es iſt wahr, mein Herr, ich bin einen Augenblick als Bewerber um die Hand von Fräulein von Morville angenommen worden, doch in ihrer Fa⸗ milie habe ich Miß Mary wiedergefunden, mit der ich vor zwei Jahren von Calais nach Paris zu reiſen die Ehre hatte, und . . .

„Wie, mein Herr, Sie ſind es?“ unterbrach Henry Douglas lebhaft Herrn von Favrolle mit einem Aus⸗