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Miss Mary oder Die Erzieherin / von Eugene Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Erſparniſſe eine ſchöne und gute Mitgift für unſere Alphonſine gebildet haben werden. Der Augenblick rückt heran, wo wir darauf bedacht ſein müſſen, dieſes liebe Kind häuslich zu verſorgen, und in dieſer Hinſicht erin⸗ nerſt Du Dich eines meiner alten Freunde und Regi⸗ mentskameraden, des Herrn von Favrolle? Ich habe ihn kürzlich in Paris getroffen, wo ich einige Tage zubrachte; wir ſprachen von der Familie, denn er hat einen Sohn von zweiundzwanzig bis dreiundzwanzig Jahren, der mit Gerard in einem Collége geweſen iſt. Dieſer war unter den Kleinen, während der Sohn von Favrolle unter den Großen war.Deine Tochter iſt ſechszehn Jahre alt, ſagte Favrolle zu mir,warum ſollten wir nicht einſt daran denken, ſie mit meinem Sohn zu verheirathen 2 Ein Luftplan, wirſt Du mir ſagen, doch Favrolle hat große Güter im Norden, er iſt ein vollkommen wackerer Mann, und wenn ſein Sohn ihm gleicht . . . Aber genug hievon: ich will Dir hier nicht die Fabel von dem Milchmädchen und dem Milch⸗ topf wiederholen. Das Wichtige iſt, daß wir vor Allem Alphonſine eine gute Mitgift ſichern; wir ſtreben dar⸗ nach, ohne deshalb das geringſte Opfer zu bringen; wir leben hier als eine hohe Herrſchaft mit dem vierten Theil von dem, was wir in Paris ausgegeben haben; die Zurückgezogenheit iſt ſo zur feſten Gewohnheit bei uns geworden, daß man wohl überzeugt ſein kann, wir wer⸗ den, wenn die Mitgift von Alphonſine gemacht und voll⸗ kommen iſt, an der von Gerard zu arbeiten aufangen.

Du haſt uns beinahe auf Deine Gegenwart, ſowie auf die Deiner Frau und Deiner Kinder für das nächſte Frühjahr hoffen laſſen; wir zählen Alle darauf, Frau Pivolet mit einbegriffen, welche uns fortwährend in unſeren Mußeſtunden ergötzt und zuweilen ungeduldig macht durch ihre fabelhaften Erfindungen und Phan⸗ taſien, über die Du ſo oft bis zum tollſten Gelächter erſtaunt warſt. Zum Glück hat unſere Alphonſine, in⸗ dem ſie die Milch dieſer wenig wahrhaften Amme ein⸗