Druckschrift 
Miss Mary oder Die Erzieherin / von Eugene Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Deinem letzten Briefe in Antwort auf den, wo wir definitiv Dein Anerbieten Fräulein Lawſon betreffend annahmen, ſie werde in vierzehn Tagen von Dublin abreiſen. Dieſer Brief muß rechtzeitig genug bei Dir ein⸗ treffen, daß die Familie von Miß Mary auf eine ent⸗ ſprechende Weiſe von unſerer Entſcheidung in Kenntniß geſetzt werden kann. Ich hätte Dir früher in dieſer Hinſicht zu ſchreiben gewünſcht, aber ich wiederhole Dir, erſt geſtern Abend ſind wir, Louiſe und ich, nach langen Erörterungen einig geworden.

Meine Frau und meine Tochter umarmen Dich. Gerard iſt in die Rhetorik eingetreten. Am Ende des Schuljahrs wird er zu uns kommen, und erſt in zwei Jahren ſchicke ich ihn nach Paris, um ſeine Rechtsſtu⸗ dien zu beginnen. Er iſt noch nicht achtzehn Jahre alt, und es iſt mir nicht unangenehm, daß er ein wenig unter meinen Augen reift, ehe ich ihn den Stürmen des Quartier Latin ausſetze; Du kannſt Dir die Freude ſei⸗ ner Mutter denken denn Du weißt, ob wir es lie⸗ ben und ob wir Gründe haben, es zu lieben, dieſes brave Kind.

Mein Oheim la Botardiére iſt in einer Angele⸗ genheit nach Dünkirchen gegangen; ki unſerer Ein⸗ wendungen wollte er aus Pſnn allein und in der Diligence reiſen; er wird bald auf ſein Gut zurückkom⸗ men und wir werden ihn, wie gewöhnlich, als Nachbar oft hier haben; ich ſehe Dich die Stirne falten, denn Du liebſt es nicht ſehr, wie Du ſagſt, zu Botardia⸗ riſiren. doch wahrhaftig, Du biſt ungerecht: trotz ſeines ein wenig wunderlichen, ein wenig egviſtiſchen Charakters hat unſer Oheim ſein Gutes.

Ich ſage nicht wie Du, boshafter Geiſt, unſer Oheim müſſe ſorgfältig, man weiß nicht wo, verborge⸗ nes Gut haben, inſofern der liebe Gott nicht ſo uner⸗ trägliche Geſchöpfe ohne irgend einen Erſatz erfinde. Ich antworte Dir, Herr Skeptiker, daß dieſer Erſatz ganz