habt, und da Ihr ein trefflicher Menſch ſeid, ſo wird ſich immer für Euch ein Platz in Lawſon Cottage finden, wenn Ihr, wie ich befürchte, das Wenige, was Ihr beſitzt, verliert.““
»Armer William! zum Glück wird es Ihnen, bei Ihrer Ehrlichkeit und Ihrem Verſtande, leicht ſein, in ein gutes Haus einzutreten.“
„Oh! Miß Mary, daran denke ich nicht, ich denke an die lange Reiſe, die Sie ganz allein in einem öffent⸗ lichen Wagen unternehmen ſollen, Sie, die Sie Ihre theuren Eltern nie verlaſſen haben,“
„Ich habe es Ihnen geſagt, William, der Muth iſt bei mir mit dem Ruin meiner Familie gekommen.“
„Oh! Miß Mary, wenn mir nur ſo viel bliebe, —
um meine Reiſe bis Paris bezahlen zu fönnen, ich würde Sie um Erlaubniß bitten, Ihnen bis zum Orte Ihrer Veſtimmung folgen zu dürfen, ſelbſt wenn ich Groom oder Stallknecht bei meiner Ankunft werden müßte, um das Nothwendige für meine Rückkehr nach Irland zu verdienen.“
„Sie ſind ein guter, würdiger Menſch, William; ich bin gerührt, ſehr gerührt von Ihrer Ergebenheit; ich danke Ihnen dafür von ganzem Herzen.“
Ah! mein Gott! da fällt mir ein,« ſprach der alte Diener mit einer Verdoppelung ſchmerzlicher Theil⸗ nahme, valles Unglück kommt alſo zugleich! und Ihr Vetter, Miß Mary, Ihr Vetter, der Kapitän Douglas 2“
Die junge Miß erröthete, erſtickte einen Seufzer, ihr ſanftes, reizendes Antlitz drückte einen bittern Kum⸗ mer aus, und ſie antwortete mit zitternder Stimme:
„Mein Vetter ſoll in zwei Jahren aus Indien zurückkommen; wir haben kürzlich Nachricht von ihm erhalten.“
„Ja, und in einem Jahr ſollten Sie ſich heirathenz denn der Kapitän hatte ſich mit Ihnen verlobt, Miß Marh; dieſe Verlobung war die Freude des Hauſes Ihres Vaters geweſen, der, um ſie zu feiern, allen


