Begebenheiten eines Weltmannes. 197
„Er wird ſich führen laſſen? . . . Ah, ich verſtehe, um ſeiner Meinung nach in Ihre Arme zu fliegen.“
„So iſt es.“
„Schön, er ſoll umarmt werden, wenn auch nicht ſo ſanft, als Sie es zu thun vermöchten. Laſſen Sie ihn morgen früh in dieſes Haus hier kommen. Der Wirth iſt ein Fuchs, welcher die Hühner eine Stunde weit wittert.“
„Wiſſen Sie auch, daß unſer Mann ziemlich ſtark iſt?“
„Dieſes Gewehr da wird uns einen Ringkampf erſparen.“
Bei dieſen Worten langte er die Windbüchſe aus dem Win⸗ kel vor, die er ſoeben erhalten hatte. Aus den Augen der Dame leuchtete eine hölliſche Frende bei dieſem Anblicke, denn der Mann, welcher einſt durch ihren Gatten aus den Händen des Majors ge⸗ rettet worden war und welcher ſie ſoeben von einem Spaziergange einſam hatte zurückkehren laſſen, ſchien ſeinem böſen Geſchicke nicht mehr entgehen zu können.
Noch ziemlich lange blieb die liebeheuchelnde Furie bei dem getrenen Diener der Obſeuxanten. Ohne zu unterſuchen, was ſie noch gethan oder verabredet haben, wenden wir uns wieder zu dem Manne, gegen welchen ſo viele Intriguen angeſponnen wurden.
Caſanova war in dem Gaſthauſe an der Landſtraße uur ein paar Minuten mit dem Elbogen aufgeſtemmt ſitzen geblieben, dann hatte er ſich ſogleich nach dem ſogenannten grauen Schloſſe,
dem Wohnſitze des wunderlichen Herrn Wills, aunf den Weg


