Caſanova. Ihnen daher (hierbei griff er zur Stubenthür hinaus) dieſe Wind⸗ büchſe zuſtellen läßt.“
„Meinen beſten Dank dem ehrwürdigen Vater! Sagen Sie ihm, er ſolle ſich nicht in mir getäuſcht haben.“
Als ſich der Almoſenfammler eben entfernte, trat eine ver⸗ ſchleierte Dame ein, welcher Bapterka haſtig entgegenging.
„Nun!“ fragte er geſpannt.
„Mißlungen für diesmal. Aber wo die Gewalt nicht ſiegt, wird die Liſt ſiegen.“
Der Major ergriff ihre beiden Hände, aber ſie trat mit einem kurzen Schrei zurück und drückte am linken Handgelenk. Den Verband bemerkend, ſagte er haſtig:
„Wie! Verwundet? Alſo wirklich gekämpft?“
„Es bedeutet nichts. Lieber dieſe Wunde, als das ewige Herzeleid, in der Nähe eines Mannes zu leben, welcher keine mei⸗ ner Eigenſchaften zu ſchätzen wußte. In ſeinem Zorne hat der Himmel einen Mann zum Cavalier gemacht, welcher den aufgeho⸗ benen Rächerarm vom Leibe des Verführers abwendet! Er büße es, daß er mich muthwillig verſtieß!“
„Er büße es!“ bekräftigte Bapterka; „und auf welche Art meinen Sie?“
„Morgen früh ſucht er vor dem Thore eine alte Blumen⸗ verkäuferin auf und — Sie haben zu beſtimmen, wohin er ſich
führen laſſen ſoll.“


