Teil eines Werkes 
4. Band (1849)
Entstehung
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Begebenheiten eines Weltmannes. 187

So waren Beide bis an das Wirthshaus gekommen und traten ohne Umſtände zu machen hinein. Harlekin hatte kaum bemerkt, daß ſein zukünftiger Zechkumpan gekommen war, als er auch heiter und vergnügt, wie es nur ein Menſch ſein kann, welcher einige ſtarke Züge aus dem Becher mit Traubenblut gethan hat, aufſtand, ein Glas vollſchenkte und auf jenen zuſchritt.

„Heda, willkommen beim Weine!“ rief er aus; „ſetzt den Rand an die Lippen und leert den goldnen Feuertrank bis auf den letzten Tropfen.. ſo, ſo muß es ſein.. den Becher in der Hand durch dieſes Leben wandeln, heißt ſich den Himmel auf die Erde zaubern.“

Caſanova hatte das Glas bis auf die Nagelprobe aus⸗ getrunken und ſetzte ſich zu ſeinem neuen Bekannten an den

Tiſch. Dieſes Geräth ſtand in einer Fenſterbrüſtung, ſo daß man die Ausſicht gerade nach dem Platze hatte, welcher den geſtrigen Tag und die letzte Nacht über einen Theil des Schau⸗ platzes für die Maskenzüge gebildet hatte. Hier ſpannten die Reiſenden aus, wenn ſie eine Weile raſten wollten, hier wurde Verſammlung gehalten, wenn das junge Landvolk der Umgegend eine Luſtpartie verabreden wollte, hier ſtand jetzt eine elegante Kutſche, vor deren offenem Schlage ein icheſleibtte Lakai wartete.

Caſanova ahnte wohl, auf wen man warten möchte,