Caſanova.
bezahlt werden ſollte und ihn mir bloß deshalb nicht thäte, weil er eigenſinniger Weiſe nicht wollte.“
„Ich dagegen würde ein Anſinnen wie das Ihrige min⸗ deſtens mit keinem beſſern Namen belegen,“ entgegnete Caſa⸗ nova; „ich ſehe nicht ein, weshalb ich Ihnen meine Zimmer überlaſſen ſoll, da ich Ihr Geld nicht haben mag und Ihre Freundſchaft nicht brauchen kann.“
„Meine Zimmer? Sagten Sie nicht ſo?“ fragte der Spre⸗ cher weiter; „das heißt alſo Sie haben mehr als ein Zimmer inne, denn im andern Falle würden Sie geſagt haben mein
Zimmer und nicht meine?“
„Allerdings,“ antwortete der Boshafte kalt; „ſehen Sie, hier in Numero fünf wohne, in Nummer ſechs ſchlafe ich — überdies habe ich noch Nummer zwei unter meinem Verſchluß, weil ich meine Kiſten und Kaſten nicht alle hier in dieſen Räu⸗ men haben kann, und wenn ich's könnte, nicht haben wöchte, denn ich liebe das nicht.“
„In Nummer drei und vier aber, wer wohnt denn das“ fragte der Engländer ganz ruhig weiter.
„Zwei Damen, eine ältere und eine jüngere,“ lautete die Antwort.
„Schon richtig,“ rief Landstown nachdenklich; „es iſt Miß Leopoldine mit der Donna. Aber wiſſen Sie wohl, mein Herr, daß Sie unſern vereinten Wünſchen dennoch nach⸗


