12 Caſanova.
Lords etwa dennoch einfallen ſollte, ſich in die erſte Etage
einzuzwängen.
„Nun, dieſe Pièce können wir ihnen nicht füglich verwei⸗ gern,“ rief Caſanova aus; „ich denke aber ſie werden ſich nicht einfallen laſſen von dieſer Gelegenheit Gebrauch zu ma⸗ chen. Rufen Sie jemand, Kellner, welcher meine Effecten an Ort und Stelle ſchafft — ſie müſſen noch unten liegen.“
„Zu dienen, mein Herr, ein Theil davon iſt bereits in Nummer fünf,“ ſprach der Kellner.
„Hier durch dieſe Seitenthür kann man unbemerkt in das obere Stockwerk gelangen, nicht?“ fragte der Gaſt wieder.
„Allerdings, aber Sie müſſen durch die Küche und dann durch die Schlaſſtuben des Hausknechts und des Stubenmäd⸗ chens.“
„Thut nichts; begleiten Sie mich, Madame,“ rief der fremde Ritter ſeiner Dame zu, welcher er zugleich den Arm reichte; „indeß dieſe hier ſtreiten, ſetzen wir uns in Beſitz des fraglichen Terrains, und kommen ſie endlich, um thatſächlichen Proteſt einzulegen, ſo iſt es ein fait accompli, eine fertige That⸗ ſache, welche wir ihren unbegründeten Anſprüchen entgegenhal⸗ ten können und gegen welche ſich nicht viel mehr ſagen und thun läßt.“
Lachend ſchritt er mit der Dame zur Seitenthüre hinaus, von der andern Seite aber kam der Wirth, welcher ſich vor


