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wie viel größerem Stolz dürfte er ſeines Einfluſſes auf mich ſich rühmen. . . Aus der tugendhaften Ma⸗ thilde hätte er eine ſchuldige, aber aus der ſchuldigen Urſula eine tugendhafte gemacht! — Was iſt ſchöner? Was ſeiner großen Seele würdiger? Sollte er, der alles Edle und Große liebt, gegen eine ſolche Bekehrung gefühllos ſein?
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Ja, es iſt wahr, er hat mich bekehrt. Mein Ge⸗ wiſſen, das immer ſchlief, rührt ſich jetzt. — Mein Benehmen gegen meinen Mann erfüllt mich mit Schau⸗ der „ WMein Herz bricht, wenn ich denke, daß ich ihn, der ſo gut und liebevoll war, einem Men⸗ opfern konnte, den ich verachten mußte und ver⸗ achtete.
Früher hätte ich keinen Augenblick geſchwankt! Aber jetzt! . Zwei Tage, zwei lange Tage habe ich gekämpft „ und ſchwer gekämpft . Meine Liebe, die mein Leben iſt, hat geſiegt „ Was ich thue, thue ich nicht aus Eigennutz, aus Grau⸗ ſamkeit, .. ſondern aus einem Triebe zur Selbſt⸗ erhaltung .. Mein eigenes Leben ſteht auf dem Spiel! . . Ja, ja! das Mittel muß anſchlagen, es muß Herrn von Rochegune von Mathilde trennen. Ich will an Gontran ſchreiben, ohne ihm zu ſagen, wo ich bin, daß ich ihn wiederſehen will, wenn er Mathilden bewegt, zu ihm zurückzukehren. — Ich wage Viel. Vielleicht zwinge ich ſie zur Flucht, um Herrn von Lanerg zu entgehen .. Aber ich kann nicht un⸗ glücklicher werden als ich bin; ich kann Alles gewin⸗ nen, ohne Etwas zu verlieren.
Gontran iſt nicht im Stande, mir das Geringſte abzuſchlagen. Das weiß ich im Voraus. Doch was ſoll ich thun, wenn Mathilde ſich in den Händen


